Verfasser: Josine de Jong, www.bijbelverhalen.nl
Uebersetzung: Anke Podesser
„Frau
Lehrerin, Frau Lehrerin, ich war mit meinem Vater im Flugzeugmuseum und da habe
ich eine echte Raumfahrtkapsel gesehen!“ Aufgeregt kommt Stefan eines Tages in
die Klasse gestürmt. Die Anderen scharen
sich gleich um ihn. Wow, toll.
„Hast du
auch einen Astronauten gesehen?“ fragt Andy naiv.
„Nein,
sicher nicht!“ antwortet Stefan lachend. „Ich war aber drinnen, es gibt ganz
viele Knöpfe und Schieber. Mein Vater sagt, dass so ein Teil Millionen Euros
kostet.“
„Stell dir
vor, wenn du den aus Versehen kaputt machst!“ sagt Lisa.
„Genau,“
stimmt Stefan zu, „ deswegen musst du auch eine Ausbildung machen um Astronaut
zu werden und gut auf die Bodenstation hören, denn sonst... Bumm! Weg ist die
schöne Kapsel.“
Die Kinder
reden noch kurz weiter über Kapseln und Astronauten, aber schließlich beendet
die Lehrerin die Diskussion. Sie macht weiter mit ihrer Erzählung von Adam und
Eva im schönen Garten. Ach du Schreck! Da geht auch etwas schief.
König und
Königin. Das waren Adam und Eva eigentlich. Sie durften über die Bäume, die
Blumen und die Tiere herrschen.
Ihr müsst
den Garten bearbeiten und bewahren,“ sagt GOTT. „Aber eines müsst ihr euch
merken. Hände weg von dem Baum der Erkenntnis vom Guten und Bösen! Davon dürft
ihr nicht essen, denn sonst müsst ihr sterben. Habt ihr das verstanden?“
Adam und
Eva nicken. Sehr schwer ist das nicht. Es gibt ja soviel zu entdecken. Eine
Eidechse, die schwimmen kann oder ein Reh mit Jungen. Sie sind immer wieder
erstaunt über GOTTes Weisheit und Fürsorglichkeit. Und wie schön ist es wenn
GOTT bei ihnen ist, mit ihnen spazieren
geht und alles mit ihnen bespricht.
Es gibt
aber einen, der das Band zwischen GOTT und seinen Kinder kaputt machen will.
Das ist Satan, ein gefallener Engel, der an GOTTes Statt herrschen will. Und
die Schlange, das listigste Tier im Feld, will ihm dabei gern helfen.
Eines
Tages gehen Adam und Eva in die Mitte des Gartens, wo der Baum des Lebens und
der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen stehen. Die Schlange behält sie gut
im Auge. Sobald sie bemerkt, dass Eva allein steht, schlängelt sie sich zu ihr.
„Dürft ihr
von keinem Baum essen?“ fragt sie.
„Eva dreht
sich erstaunt um. Die Schlange spricht?
„Doch, wir
dürfen van allen Bäumen essen,“ antwortet sie, „Nur nicht von dem Baum dort,
weil wir sonst sterben müssen.“
Verächtlich
dreht die Schlange ihren schmalen Kopf mit den kalten Augen zur Seite. Ihre
gespaltene Zunge flitzt hin und her.
„SsssSterben?
Wieso denn? GOTT weiß genau, dass wenn du davon isst, wirst du genauso sein wie
ER. Dann kannst du Gutes und Böses erkennen!“
Eva bleibt
wie angewurzelt stehen. Was sagt die Schlange da? Würde GOTT es deswegen
verboten haben? Sie schaut den Baum noch einmal ganz genau an. Er sieht ganz
normal aus. Die Früchte scheinen saftig und süß zu sein. Vorsichtig streckt
Sie die
Hand aus um zu fühlen ob sie reif sind.
„Was
machst du da?“
Adam steht
hinter ihr.
„Du weißt
doch, dass du den Baum in Ruhe lassen sollst?“ ermahnt er sie. Eva erklärt ihm,
was die Schlange gesagt hat. Adam ist überrascht. Würde GOTT wollen, dass sie
dumm bleiben, damit sie nicht so werden könnten wie Er? Zweifelnd betrachten
sie den Baum noch einmal von allen Seiten. Nichts Besonderes zu sehen.
Schließlich trifft Eva die Entscheidung. Sie pflückt zwei Früchte und gibt Adam
eine davon. Als sie einen Bissen genommen haben, sind sie sicher... Die
Schlange hat gelogen.
Sanft
rauschen die Bäume in der Kühle des Abends. GOTT Vater spaziert durch den
Garten. Er will Seine Kinder besuchen. Wo sie wohl sind?
„Adam,
Eva, wo seid ihr?“ ruft Er ein paar Mal. Endlich antworten sie aus dem Gestrüpp
in dem sie sich verkrochen haben.
„Wir
finden es so komisch, dass wir nackt sind...“ sagen sie.
Beschämt
kommen sie zum Vorschein.
Und schau
doch mal! Sie haben sich aus Feigenblättern Schürzen geknöpft.
„Wer hat
euch denn gesagt, dass ihr nackt seid?“
fragt GOTT streng. „Habt ihr vielleicht von dem Baum gegessen, von ich
euch verboten habe zu essen?“
Eva fängt
an zu weinen und Adam entschuldigt sich.
„Die Frau,
die du mir gegeben hast, die hat mir die Frucht gegeben,“ sagt er.
„Die
Schlange hat mich betrogen,“ schluchzt Eva.
Dort ist
die Schlange. Ganz still, den Kopf abgewendet, die Augen geschlossen. Sie hasst
GOTT.
„Du
Schlange,“ sagt GOTT wütend. „ Du wirst verflucht sein. Auf deinen Bauch wirst
du kriechen und Staub fressen, solange du leben wirst. Und du Satan... Ich
werde Feindschaft setzen zwischen dem Samen der Frau und deinen Samen. Einst wird jemand geboren werden, der dir den
Kopf zertreten wird, obwohl du ihn die Ferse zermalmen wirst.
Adam und
Eva hören diese Worte und vergessen sie nie wieder. GOTT liebt sie weiterhin, auch wenn Er sie streng
strafen wird müssen, für das was sie getan haben. Schmerz und Trauer werden sie
kennen lernen. Die Erde wird voller Dornen und Disteln sein. Adam wird hart
arbeiten müssen für das tägliche Brot und sie werden beide sterben müssen.
Jetzt, da sie wie GOTT geworden sind und Gut und Böse erkennen können, dürfen
sie nicht mehr zum Baum des Lebens kommen. GOTT schickt sie weg aus dem Garten.
Ein Engel mit einem flammenden Schwert muss den Eingang bewachen.
Über die
karge Hochebene laufen Adam und Eva. Sie sind kein König und keine Königin
mehr. Das ist schade. Aber doch... eins wissen sie genau. GOTT LIEBT SIE IMMER
NOCH, DENN ER SELBST MACHTE IHNEN WARME KLEIDER AUS TIERFELLEN. Eva streichelt
über das Fell und sagt tröstend zu Adam, während sie seine Hand nimmt: „Ich
hoffe das der Retter, den GOTT versprochen hat, schnell kommt.“
Jetzt
sitzen alle Kinder wieder auf ihren Platz und rechnen, bis auf eines. Das ist
Lisa. Sie muss immer wieder an der Geschichte denken und an das was sie gestern
gemacht hat. Schließlich schreibt sie auf einen Zettel eine Frage für die
Lehrerin. Weißt du was da steht?
„Frau
Lehrerin, liebt GOTT einen immer noch, auch wenn man gestohlen hat?“